Am Vorabend des 9. November…
Am Vorabend des 9. November gehen meine Gedanken zurück zum Tag der Deutschen, dem 9. November 1989. Ich war am 9. November garnicht zu Hause, war bei einem Treffen mit Freunden und kehrte erst gegen 23.30 Uhr zurück. Meine Frau empfing mich mit den Worten: “Die Mauer ist offen. Da im Fernsehen kannst Du es sehen!”
Von niekisch, GESAMTRECHTS.NET-Leserblog METAPOLITIKA
Zuerst wollte ich es nicht glauben, etwas später rollten die Tränen und tiefe Erschütterung machte sich breit. Heute ärgere ich mich, nicht wie andere Mitstreiter sofort nach Berlin gefahren zu sein und das große Ereignis miterlebt zu haben.
9. November 1989, der große Tag der Deutschen. Die Mauer stürzt ein, die größte Umwälzung der Nachkriegsgeschchte schlägt wie eine Bombe ein. Nachdem die neue DDR – Führung wohl unter Kompetenz – und Bekanntgabewirrwarr Reiseformalitäten abgeschafft hat, strömen 100000 Berliner in den Westen. Die Stadt liegt sich in den Armen. Die Menschen weinen vor Freude nach 28 Jahren der Trennung. Mauer und Stacheldraht, die nach Honeckers Ansicht noch 100 Jahre stehen sollten, werden durchbrochen und später auf 1393 km Länge demontiert. Das deutsche Volk ist das glücklichste Volk der Welt. Der Kommunismus hat endgültig abgewirtschaftet.Leider kommt es nicht zu einer deutschen Nationalversammlung i.S. des Art. 146 GG und zu einer Deutschen Verfassung in Ablösung der Weimarer Reichsverfassung.
Der 9. November soll immer unser Festag bleiben…
Unter dem Blickwinkel der Metapolitik erscheint mir bedeutsam, daß diese Revolution mit dem Mut Einzelner, mit Kerzen in den Händen Weniger begann. Man traf sich in Privatwohnungen, in Parks und in Kirchen, also im außerpolitischen Raum. Wer denkt da nicht an das verzweifelte Bemühen rechter Gruppierungen und Parteien in Westdeutschland, öffentliche Räume für Treffen zu bekommen.
Die Metapolitik vor Augen kommt mir da eine Idee:
Wie wäre es, wenn die diversen rechten Gruppen und Parteien zu bestimmten Daten und Anlässen mit Kerzen in den Händen, mit Kerzen an Denkmalen oder vor gegnerischen oder sonstigen Veranstaltungen e i n Wollen demonstrierten. Wenn dabei auf besondere Kleidung und nicht miteinander vereinbare Parolen verzichtet wird, könnte ein die Divergenzen überwindender Schritt getan werden, zumindest zeitweise die Einheitsbewegung in die Welt gesetzt werden. Das Bild einer “Kerzenrevolution” leuchtet vor meinen Augen auf! Sie paßt zur Friedlichkeit unseres Volkes.
Da mir hier schon Antichristlichkeit vorgeworfen wurde, taugt die brennende Kerze auch zum Brückenschlag zwischen den “Lagern” :
Die Kerze als Symbol der christlichen Prägung unseres Landes, die Flamme als Sinnbild der immer noch virulenten germanisch/keltischen Charakterlichkeit Deutschlands.





